Assassins Creed Origins – Abstecher in die Vergangenheit

Ich glaub ich Sphinx. Mit Assassins Creed Origins hat uns UbiSoft einen Neuanfang der Reihe gebracht. Ist der Neuanfang gelungen?

Ich bin ehrlich. Ich habe die letzten Assassins Creed Teile gemieden. Der letzte Teil den ich wirklich zum Erbrechen gezockt habe war Brotherhood. Bei Unity habe ich dann nochmal reingeschnuppert, wusste dann aber schnell warum ich der Assassinengilde den Rücken gekehrt habe. Doch Origins hat mich neugierig gemacht.

Die letzten Teile wurden wohl nicht nur von mir gemieden, nicht grundlos hat UbiSoft lange überlegt wie es mit der Serie weitergeht. Amun sei Dank.  Denn Assassins Creed war bei vielen nur noch als Namen bekannt der für Ausschlachtung steht. Daher ist der Name Assassins Creed: Origins mehr als passend. Nicht nur die Reise führt chronologisch zum bisher ältesten Punkt der Reihe. Auch das Gameplay setzt auf Neuanfang.

Man merkt das die Entwickler nochmals eigene Spiele durchgeschaut haben um Inspirationen zu finden. Leugnen kann man es definitiv nicht, dass es viele Elemente aus FarCry gibt. Wir haben den bekannten Stammbaum, eine ähnliche „Feinderkennungsanzeige“, aufwertbare Ausrüstung durch Jagdressourcen und auch einige Fähigkeit sind eins zu eins übernommen worden.

Aber nun zum Gameplay. Ich werde hier keine Spoiler oder Plottwist erwähnen, da es das Spiel ruinieren würde. Wir schlüpfen in die Rolle von Bayek, einem angesehenem Medjay. Die Medjays sind eine Elitetruppe von Soldaten die direkt unter dem Pharao dienen und dementsprechen gut ausgebildet sind. Bayek ist zudem stolzer Familienvater und das Glück scheint perfekt zu sein. Eine bildhübsche liebevolle Frau, einen Sohn der eines Tages in Papas Fußstapfen treten soll. Doch wie man die Entwickler kennt ist das Glück unsereres Helden selten von langer Dauer. Das Spiel beginnt ähnlich wie der erste Teil. Wir starten mitten in einem Kampf bei dem wir einen Mann töten. Bayek setzt sich auf den Boden und ritzt sich mit einem Pfeil den Namen des Mannes vom Arm. Eine Liste von Personen die er sucht. Personen die sein Kind umgebracht haben.  Personen die sterben sollen.

Ihr habt die Qual der Wahl. Ägypten steht euch offen.

Es gibt unzählige Plätze die es zu Erkunden gibt. Anspruchsvolle Neben und Hauptquest sind zu bestehen, Schätze zu finden und Orte zu erobern.

Es gibt die verschiedensten Waffen und Monturen. Von Sichelschwertern rüber zu Speere und vom „Scharfschützenbogen “ hin zum Schrotflinten ähnlichen Nahkampfbogen der Gegner in Brand steckt. Es sollte also für jede Spielart was dabei sein. Falls nicht habt ihr das Glück das die Waffen noch über Fähigkeiten verfügen.  Für jeden der jetzt erschreckt bei den ganzen Fundsachen, ruhig Blut. Durch die Augen eures Falkengefährten Senu habt ihr alles im Umkreis im Blick und könnt Gegner, Schätze oder Auftraggeber markieren.

Ich denke mein Fazit dürfte klar raus gehen. Klar, es gibt paar Punkte die mich an dem Spiel stören, so zum Beispiel ist es für eine Gegnermacht ein leichtes euch in eine Ecke zu drängen wo ihr nichts machen könnt außer euren Controller wegzuschmeißen und in Embrionalstellung zu weinen. Aber was wäre ein super Spiel ohne ein paar Mängel? Alles in allem ist Assassins Creed Origins meiner Meinung nach großartig und hat mich nach langem mal wieder richtig an die XBox gefesselt.

Dank dir Amun

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