Mario und Luigi: Remake vs. Nostalgie

Mario und Luigi: Superstar Saga +Bowser‘s Schergen Review

Wie viele andere in meinem Alter bin ich mit einem Gameboy und vielen Mario Spielen aufgewachsen.

Damals waren die Zeiten viel simpler: keine farbigen Spiele? Kein Problem! Bestenfalls Pixel-Grafik? Kein Problem!
Zu jenen Zeiten war das noch revolutionär als der Gameboy Advance raus  kam!
Der Vorgänger, der Gameboy Color, hat uns Farben geschenkt, aber der GBA hat uns eine neue Welt gezeigt.
Wundervolle Pixel-Grafiken und knallig bunte Farben, in Kombination mit wundervollen Spielen.
Eines dieser Spiele (heute noch eines meiner absoluten Lieblingsspielen) ist Mario und Luigi: Superstar Saga.

Hintergrund

Bevor dieses Spiel 2003 rauskam, kannte man seit Super Mario RPG Mario und Co. nur von der Seitenansicht. Mario und Luigi: Superstar Saga war etwas komplett neues, was man von Mario nicht kannte: Dank dem GBA wundervolle Sprites, eine abwechslungsreiche und farbenfrohe Welt, knackige Spielemechaniken und eine Einleitung in eine meiner absoluten Lieblings-Spielereihen.
Bis vor einer Weile hab ich aus nostalgischen Gründen das Spiel regelmäßig aufs neue gespielt und war bei jedem Mal gefesselt und voller Freude (für mich also ein All-Time-Classic).
In der ganzen Zeit – während ich natürlich die neuen Ableger der Reihe gespielt habe – wartete ich eigentlich nur auf ein Remake meines am meisten gespielten Spieles. Bis jener Tag am 6. Oktober 2017 kam. Sofort vom Hype und der Nostalgie gepackt, bin ich natürlich sofort los und hab es mir geholt. Und ich muss sagen: Ich bin vom Remake ein wenig enttäuscht…

Das Aussehen

Kommen wir erst einmal zum Äußeren: die Grafik wurde ordentlich erhöht und ist einfach nur wundervoll! Die Sprites sind wie beim Original sehr gut animiert und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Jedoch gibt es einige Änderungen, die mich stören. Beispielsweise Königin Mamella‘s neues Aussehen oder die großen Koopas, die man umrempeln musste. Aber das sind womöglich auch nur persönliche Dinge, die nur mich ein wenig triggern.
Was die Musik angeht kann ich mich nicht beschweren. Die alten Lieder wurden wunderschön von einem Orchester neu in Szene gesetzt.
Kommen wir nun zum Gameplay – der Teil, bei dem mich am meisten stört:
Beim Original war meine liebste Mechanik, dass man mit Select Mario‘s und Luigi‘s Position tauschen konnte. Und mit den Schultertasten konnte man die Aktion des jeweiligen Bruders wählen. So konnte man schnell und einfach die gewünschte Kombi wählen. Beim Remake ist es jedoch anders: Man wählt den gewünschten Move auf dem Touchscreen oder drückt sich der Reihe nach mit den Schultertasten durch. Klingt einfacher gemacht als beim Original, aber das gilt nur solange man weniger als 5 Moves beherrscht. Was auch noch schade ist ist, dass man spontan nicht die Position der Brüder wechseln kann.

Gameplay

Im Kampf ist fast alles so wie es schon immer war. Jedoch wurden die Paar-Attacken geändert: Das Timing und der Ablauf wurden ein wenig berändert und das macht den Flow, den man vom Original gewohnt war kaputt. Man hatte bei der GBA-Version die Option eine Paar-Attacke auf eine andere Weise auszuführen: wenn man gut aufgepasst hat, konnte man an einem Punkt im Ablauf des Angriffs einen anderen Knopf drücken, als angezeigt wurde. Aber beim Remake wurde das ganze so geändert, dass man einfach eine zweite Version des Angriffs auswählen konnte und dann wird die Attacke auch dem entsprechend so angezeigt.
Meiner Meinung nach eine langweilige Änderung, die den Drang zum Rumprobieren zerstört hat…

Bowser’s Schergen

Kommen wir nun zum Bonus-Content, Bowser‘s Schergen.
Das ganze spielt parallel zur Hauptstory und kann von daher nebenbei oder nach der Hauptstory gespielt werden ohne Anschluss zu verpassen. Das Gameplay ist jedoch sehr eintönig und nach 5 Minuten habe ich persönlich keine Lust mehr weiter zu spielen. Der ganze Spielmodus baut auf dem Stein-Schere-Papier-Prinzip auf und besteht darin seine Gruppen irgendwie so aufzuteilen, dass man die gegnerischen Truppen besiegt.
Komplett verstehe ich nicht, wie ich die Kämpfe gewinne, aber sei‘s drum.

Resume

Gesamt betrachtet finde ich, sind die Musik und das Visuelle eine großartige Steigerung. Das Gameplay jedoch macht mir die Nostalgie und Freude dieses Spiel zu spielen aus Kindheitstagen zunichte. Außerdem ist der zusätzliche Spielmodus langweilig und eintönig.
Persönlich finde ich das Original besser als das Remake und kann jedem mit einem GBA (oder einem Gameboy-Emulator) wärmstens empfehlen das Original zu spielen.
Hiermit gewinnt für mich also das Original.

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