Review zu Sonic Forces – Was dürfen wir diesmal von SEGA erwarten?

Wie sehr lässt SEGA dem Igel diesmal seinen freien Lauf? Hier erfahrt ihr wie gut Sonic Forces gelungen ist!

Ganz gerade heraus: Sonic Forces ist wohl leider nicht die große Neuerfindung des Rennigels, wie wir sie uns erhofft haben. Meiner Meinung nach hat SEGA in diesem Sonic Spiel wieder sehr viel ausprobiert und wollte es wiedereinmal vielen Zielgruppen von Fans gleichzeitig recht machen. Wenn ihr also das Glück habt, dass genau DER Teil des Spiels der euch am meisten anspricht gelungen ist, könnte dies euer neues Sonic Spiel werden. Ob ihr das Spiel nun trotz allem gut oder eben nicht gut findet, müsst ihr am Ende der Review selbst entscheiden.

Ich werde euch dabei helfen so gut ich kann, indem ich alle Aspekte des Spiels spoilerfrei Schritt für Schritt unter die Lupe nehme!

Wie packend ist das neue Abenteuer?

Das wichtigste für so ziehmlich jeden von uns ist die Story, also werfen wir einen Blick auf den neuen Bösewicht Infinite und wie er Präsentiert wird. Der Schakal Infinite und das Mysterium um seine Kräfte stehen mit der ersten Minute der Story im Vordergrund und werden für SEGAs verhältnisse auch gut präsentiert. An dieser Stelle muss ich mit dem Lob leider auch wieder aufhören was die Story betrifft, denn die Spannungskurve fällt nach dem ersten Aufmacher von Infinite und seinen noch unerklärlichen Fähigkeiten immer weiter ab. Sonics altbekannter Gegenspieler Eggman schafft es zwar mit Infinites Hilfe die Welt zu erobern und wir bekommen in der ersten Zwischensequenz viele alte Feinde von Sonic gezeigt. Doch ab hier wirft uns das Spiel leider Knüppel zwischen die Beine. Einige der erwähnten Kontrahenden werden nur in Zwischensequenzen gezeigt und tauchen weder in den 30 Missionen der Geschichte auf, noch sind sie für diese überhaupt wichtig. Den gleichen Dämpfer bekommen wir versetzt wenn es um die Kräfte von Infinite geht. Sobald die zu Anfang so faszinierenden und unerklärlichen Kräfte von Infinite aufgedeckt werden sind sie leider nichtmehr im geringsten interessant und seine Rolle nimmt immer mehr ab. Dadurch drängt sich Eggman als Standartbösewicht wieder in den Vordergrund und ohne euch spoilern zu wollen, doch könnte euch die finale Form des Bossgegners sogar aus einem anderen Sonic Spiel bekannt vorkommen…

Der Charakter Editor

Was ist also nun gut an Sonic Forces fragt ihr? Nun, nach etwas Anlaufzeit ist das Feature des Charaktereditors ein sehr großes Plus für das Spiel. Die Anlaufzeit bezieht sich hier auf das sammeln von entsprechenden Kostümen oder Accessoires für euren eigenen Charakter. Die vielfalt ist an dieser Stelle höchst erwähnenswert und ist der feuchte Traum von jedem der schonmal einen fanfiktiven Charaktern in diesem Universum angesiedelt hat. Ihr habt das nochnicht gemacht und sagt euch so viele können das garnicht sein? Googelt mal euren Vornamen mit den Anhang „the Hedgehog“ 😉 Durch den Charaktereditor punktet Sonic Forces meiner Meinung nach am meisten! Ihr könnt natürlich nichtnur das Aussehen und die Tierrasse eures Charakters bestimmen sondern ihm auch verschiedenen Fähigkeiten verpassen. Dies erhöht den Wiederspielfaktor der Missionen enorm.

Wie Steuert sich Sonic diesmal?

Nun aber zum Gameplay. Was bringt uns ein schönes Sonic Spiel wenn sich der Igel und seine Freunde nicht richtig steuern lassen oder das Design der Level nicht ansprechend ist, richtig? Die Antwort kann ich euch geben: Sie heißt „Sonic the Hedgehog 2006“ , doch über dieses Spiel geht es hier ja zum glück nicht. Der Grund warum ich das Beispiel anbringe ist leider folgender: Es liegt fast das selbe Problem vor. Die Steuerung der „Modern Sonic“ Missionen ist unerträglich steif und das Leveldesign lässt einen an vielen Stellen verzweifeln. Ja manche Level haben mich bei meinem eigenen Playthrough doch gar gezwungen zu bremsen. Andernfalls wäre ich in besagter Mission aus der Kurve ins Nichts gerasselt. So etwas gehört sich dann doch nicht für ein Level mit dem Wort „Highway“ im Namen SEGA! Die Platforming Elemente des Spiel sind mit der steifen Umsetzung eurer Eingaben leider ebenfalls frustrierend da die beweglichkeit des Igels in der Luft unglaublich darunter leidet. Oft hat man die Lösung einer Mission erkannt durch nur die Steuerung steht einem im Weg. Zum Ende dieses Absatzes hier allerdings noch ein Lob an die „Classic Sonic“ Missionen: Wenn man die Formel für den Rennigel lässt wie damals auf dem Megadrive spielt es sich mit der Seitenansicht einwandfrei und auch die Steuerelemente sind kein bisschen Steif. Retrofans können sich also glücklich schätzen!

Mein Finales Fazit zu Sonic Forces lässt sich wohl am besten mit einem Tails/10 beschreiben. Jeder kennt ihn, doch keiner weiß so richtig was man mit ihm anzufangen hat. Aber komischerweise akzeptiert ihn jeder über die Jahre hinweg. Sonic Forces ist nicht das schlechteste aller Sonic Spiele und es hat seinen Platz in unserer Welt, doch ob ihr es spielenswert findet müsst ihr an dieser Stelle wirklich selbst entscheiden.

Ich hoffe ich konnte all eure Fragen beantworten.

Wenn ihr an dieser Stelle noch mehr Informationen möchtet oder mehr Eindrücke aus dem eigentlichen Spiel sehen wollt, fühlt euch frei mein Let’s Play auf dem YouTube-Kanal der ITC Community zu verfolgen: Let’s Play: Sonic Forces #00 – Shadow-Episode (Vorgeschichte)

 

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